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2. Kinder-Pony-Weekend

Lange haben wir uns auf die zweite Ausgabe des Kinder-Pony-Weekends gefreut, und kaum haben wir losgelegt, ist es auch schon wieder vorbei. Prophezeite die Wettervorhersage wahre Weltuntergangsstimmung mit Eiseskälte und Dauerregen, erwarteten uns schlussendlich zum Glück nur zwei kühle aber trockene «Fast-Wintertage». Die Regenfronten sind rund um uns herumgezogen und der Kälte trotzten unsere 15 motivierten Teilnehmerinnen mit wetterangepasster Kleidung. Am Samstag um 9.00 Uhr startete der ganze Spass, und nachdem alle ihre sieben Sachen im Strohlager verstaut hatten, legten wir auch gleich los. Unsere Mädels wurden auf die zwei Höfe aufgeteilt, und dann hiess es Pferde putzen und natürlich reiten. Alle durften einmal an der Longe zeigen, was sie konnten oder erste Erfahrungen hoch zu Ross sammeln. Gleichzeitig gingen immer zwei auf einen geführten Spazierritt rund ums Böschi zum See, wo bei dem kalten Wetter aber diesmal ausser den Pferden niemand die Füsse gebadet hat.

Unterbrochen wurde die eifrige Reiterei lediglich durch ein feines Zmittag. Nachdem auch die Pferde ihre Mittagsruhe genossen haben und beide Ställe ausgemistet waren, ging es auch gleich schon wieder weiter. Wer grad nicht auf dem Pferd sass, hat sich sonst nützlich gemacht, und so blitzen die Ställe mal wieder vor Sauberkeit und alle Weiden waren fein säuberlich abgemistet.

Kurz vor dem Znacht machten sich dann alle noch mal auf zu einem Abendspaziergang zum oberen Hof, wo es noch einiges zu erledigen gab: Pferde von der Weide holen, Ziegen, Hühner und Hasen füttern, Eier einsammeln, den Heuvorrat auffüllen und was uns sonst noch so einfiel. Danach gönnten wir uns alle das wohlverdiente Znacht. Bevor es dann langsam in die Schlafsäcke ging, gaben noch einige Teilnehmerinnen ein spontan einstudiertes Theater rund um Sherlock Holmes zum Besten. Dann aber sanken auch die letzten müde und zufrieden ins Strohlager. Bereits um 21.00 Uhr herrschte absolute Stille, und am Morgen stellten wir uns ernsthaft die Frage: «Sind sie wohl alle erfroren oder einfach nur wahnsinnig pflegeleicht?», denn bis um 7.00 Uhr war einfach kein Mucks zu hören. Kaum waren dann aber die ersten wach, wurde auch schon wieder fleissig gearbeitet. In beiden Ställen musste gemistet und gefüttert werden und anschliessend haben natürlich auch wir uns ein ausgiebiges Frühstück gegönnt.

Nach dem Essen, wie könnte es auch anders sein, stand natürlich wieder reiten auf dem Programm. Die Kinder vom unteren Hof durften diesmal zum oberen und umgekehrt. Alle putzten und verschönerten ihre Pferde leidenschaftlich und dann spazierten wir mit 15 Kindern und 10 Pferden um den Chiemen. Der ausgiebige Ritt im Wald bot einige Abwechslung, mal war man Pferdeführer, mal Reiter, mal sass man allein auf dem Pferd mal zu zweit, mal hinten und mal vorne, für jeden war etwas dabei.

Im Wald oberhalb vom Hof wurden wir dann schon mit einem Feuer empfangen und kaum angekommen lag auch bereits eine beträchtliche Auswahl an Würsten auf dem Grill. Zuerst aber mussten unsere fleissigen Mädels zusammen einen Zaun ausstecken damit wir die Pferde schliesslich absatteln und freilaufen lassen konnten. Nur Rómeó hat das Prinzip vom Zaun nicht ganz verstanden, er hat das mit der Freiheit etwas zu genau genommen. Zum Glück gab es aber 15 aufmerksame Helfer, die jedes Mal wieder laut Alarm schlugen, wenn Rómeó ausgebüxt ist und wieder eingefangen werden musste.

Nach dem Mittagessen brachten wir alle Pferde wieder in die entsprechenden Ställe, die Mädels vom oberen Stall wurden einmal mehr in den Clubcar verfrachtet und nach unten chauffiert, und dann hiess es auch schon wieder Sachen zusammenpacken und aufräumen. Nach einem Zvieri bei Sonnenschein, echt wahr, wurden die letzten nötigen Arbeiten verrichtet und dann war definitiv Abschiednehmen angesagt.

Es war trotz des kühlen Wetters wieder ein tolles Wochenende mit vielen lustigen, motivierten und fleissigen Teilnehmerinnen. Schön, dass ihr alle da wart.

Ein grosses Dankeschön geht an all die Helfer sei es in der Küche oder rund um die Pferde, ohne euren unermüdlichen Einsatz wäre so ein Wochenende gar nicht möglich. Tausend Dank an alle, und wir freuen uns schon auf eine weitere Ausgabe des Kinder-Pony-Weekends.

26. / 27. September 2020


Alpsommer

Nachdem sich Sprettur, Glæsir und Rómeó letzte Woche in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet haben, stand heute nochmals harte Arbeit auf dem Programm. Station zwei der Sommerferien wurde angepeilt. Von Milchbüelen ob Sahli, wo die Pferde einen Zwischenstopp eingelegt haben, ging es nun weiter über den steilen, steinigen Weg auf die Glattalp.
Mit drei Pferden am Halfter sollte die Gruppe nach dem ersten steilen Aufstieg auf den Wanderweg geführt werden. Die beiden Grössten waren schnell gefunden, Rómeó der dritte im Bunde, hat Reissaus genommen, kaum hat er das Halfter erblickt und so wurde unserem Glæsir die Ehre zu teil, die Herde anzuführen. Der alte Herr hat sichtlich stolz ein Tempo vorgelegt, das man ihm so gar nicht zugetraut hätte.
Beim ersten Gatter wurden dann die meisten Pferde abgehalftert und alle mit der Schere markiert, bevor es schliesslich in etwas «gemächlicherem» Tempo weiter ging.
Die 14-köpfige, bunt gemischte Herde schlug sich trotz garstigem Wetter hervorragend. Unsere drei Isländer waren dabei mitten drin und kämpften sich wacker die steilen Stufen den zum Teil felsigen Wanderweg empor. Die sieben Helfer kamen jedenfalls ganz schön ins Schwitzen. Ohne grössere Fehltritte und bis zum Schluss topmotiviert erreichten wir rund zwei Stunden später die Glattalp, wo die Pferde dann definitiv für die nächsten gut zwei Monate in die Freiheit entlassen wurden und die Helfer sich in der Hütte die wohlverdienten Würschtli und einen heissen Kaffee genehmigen konnten.

3. Juli 2020


Kinderreitweekend

Am Samstagmorgen um 9.00 Uhr trafen unsere 15 motivierten Mädels auf dem Hof an der Seestrasse ein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer und Helfer wurden zwei Gruppen gebildet und auf die beiden Höfe verteilt. Dort konnte dann erst mal alles genaustens inspiziert werden, und bis zum Mittagessen hatte bereits jeder die Möglichkeit 2x aufs Pferd zu steigen.

Zu Beginn mussten aber zuerst mal alle Pferde geputzt und aufgehübscht werden, bevor unsere Pferdefans dann im Longierzirkel mal ein Gefühl fürs Sitzen im Sattel entwickeln konnten. Eifrig zeigten sie uns, was sie schon alles konnten oder probierten mutig aus, was wir ihnen vorschlugen. Und auf der gleichzeitig angebotenen Böschirunde stand dann vor allem das Geniessen im Vordergrund. Mit zwei bis drei Pferden, ihren Reitern und den Pferdeführern ging es auf eine ca. 15minütige Schrittrunde entlang des schönen Zugersees. Für die Zurückgebliebenen gab es genug Zeit auch mal eine Pause einzulegen, zu spielen oder etwas zu knabbern.

Am Mittag liessen wir uns dann im Kuhstall bei angenehmen Temperaturen das Essen schmecken, und dann konnten sich alle, die über Nacht blieben mal im Stroh gemütlich einrichten. Das schöne Wetter liess zu, dass wir nach dem Stall machen und Pferde füttern, den Nachmittag am See verbringen konnten, und fast alle nutzen die Gelegenheit sich ins doch eher kühle Nass zu stürzen. Nach einem ausgiebigen Zvieri war dann bereits wieder Ponyzeit angesagt. Fleissig wurde geputzt und gestriegelt, so dass sich wirklich jeder den darauffolgenden Ritt ehr und redlich verdiente. Zu zweit hoch zu Ross oder dann zur Hälfte als Reiter zur Hälfte als Pferdeführer genossen wir in der abendlichen Kühle den ca. 60minütigen Rundgang um den Chiemen. Die grosse Pferdeschar gab ein tolles Bild ab und erfreute nicht nur unsere Reiterinnen sondern auch die Fussgänger die noch unterwegs waren. Nachdem dann alle ihre Pferde wieder abgesattelt und versorgt hatten, gönnten wir uns ein leckeres Abendessen. Hier schon mal ein riesiges DANKESCHÖN an unsere Küchencrew Angi und Celine. Das Essen war hervorragend, stets pünktlich und reichhaltig und sah zudem auch immer noch wunderbar aus.

Um ca. 21.00 Uhr machten sich schliesslich jene, die das eigene Bett dem Stroh vorzogen auf den Heimweg und die restlichen bezogen ihre Schlafsäcke. Kaum waren alle gut eingepackt, öffnete der Himmel dann doch noch seine Schleusen, und es schüttete für eine Weile wie aus Kübeln.

Mehr oder weniger ausgeschlafen verteilten sich die Frühaufsteher schon um 6.00 Uhr auf die beiden Ställe um auszumisten und die Pferde zu füttern, so dass um 8.00 Uhr als auch die «Daheimschläfer» wieder eintrafen, alles bereit fürs Frühstück war. Frisch gestärkt und noch mal voller Motivation folgte anschliessend wohl das Highlight des Wochenendes – das Schwimmen mit den Pferden. Wieder zu zweit, durften die Mädels ihre Pferde bereit machen und dann ritten bzw. führten sie sie zur Badestelle nur ein paar Minuten vom Hof entfernt. Dort war dann der Pferdeführer für einen Moment arbeitslos und die geübteren Helfer übernahmen die Ponys. Aber schon das Zuschauen war ein Gaudi. Pferde, Reiter wie auch Helfer amüsierten sich sichtlich und nach Halbzeit wurde dann natürlich auch noch gewechselt, so dass alle mal mit den Ponys ins Wasser durften.

Die Zeit verging wie im Flug und drum mussten wir uns dann auch bald schon auf den Rückweg machen. Schliesslich war die Küchencrew bereits wieder voll in ihrem Element und auch die Feuerstelle war bereit zur Nutzung. Mit kurzem Zwischenstopp auf dem Hof um sich wieder trocken einzukleiden, machten wir uns dann mit samt Vierbeinern auf den Weg zur Grillstelle im Vogelsang. Dort bauten unsere kleinen Reiterinnen einen Zaun für die Pferde, und so konnten wir dann schliesslich zwischen friedlich grasenden Pferden unsere Würste bräteln.

Dann hiess es auch schon langsam wieder Abschied nehmen. Nach dem Mittagessen wurde nochmal fleissig ausgemistet und gewischt, bevor alle ihre Habseligkeiten im Strohlager zusammensuchten und sich langsam bereit für die Heimreise machten. Zum Abschied eröffnete dann noch die Kindercocktailbar und mit bunten Drinks und Kuchen wurde der bereits wieder aufkeimende kleine Hunger gestillt.

Auch den Pferden musste zu guter Letzt noch «Tschüss» gesagt werden und so verteilten sich die Kids nochmal auf beide Höfe um zu putzen, streicheln, knuddeln oder frisieren. Um 15.45 Uhr trudelten dann langsam die Eltern ein und nahmen ihre müden aber strahlenden Kinder wieder in Empfang.

Danke allen Teilnehmern und Helfern für dieses unvergessliche Wochenende.

20. / 21. Juni 2020


2. Böschi Gymkhana

Fast auf den Tag genau ein Jahr später fand in diesem Jahr, bereits zum zweiten Mal, unser hofinternes Böschi Gymkhana statt. Kämpften wir letztes Jahr noch im Böschenrot um Punkte, wurde die ganze Veranstaltung heuer an die Seestrasse verlegt. An elf Posten, zum Teil hoch zu Ross zum Teil unberitten, kämpften die verschiedenen Paarungen  erneut um wertvolle Punkte.

Um 9.00 Uhr starteten wir mit der Parcoursbesichtigung, und danach ging auch gleich die erste Reiterin an den Start. An ihre fulminante Leistung kam dann schliesslich auch bis zum Ende des Tages, wenn auch nur ganz knapp, niemand mehr heran. Während das Reiten mit einem Regenschirm oder auch ein kleiner Sprung noch keine grosse Herausforderung darstellten, war die Benutzung eines Flaschenzugs oder das Manövrieren eines Schlittens doch schon etwas kniffliger. Beim Büchsenschiessen war vor allem Glück gefragt, und so richtig viel studieren musste man schliesslich beim Fussballslalom, den Pferd und Reiter in entgegengesetzter Richtung absolvieren mussten. Die Geduld des Pferdes wurde vor allem beim Kickboardmemory auf die Probe gestellt. Musste das Pferde doch während der ganzen Päärchensuche per Kickboard allein und natürlich nicht festgemacht an einem vorgegebenen Platz warten ohne diesen zu verlassen. Danach stand noch rückwärts reiten und das Passieren einer Blache auf dem Programm und nach dem obligaten Wassertransportposten musste nur noch der heisse Draht bewältigt werden, bevor der Parcours mit dem Läuten der Glocke abgeschlossen war.

Am Mittag wurde gemütlich gegrillt und natürlich kam auch das Zusammensitzen bei Musik und guten Gesprächen nicht zu kurz. Ein grosses Dankeschön geht an dieser Stelle an unseren Grillmeister Cem, der sich, gefühlt auf Lebzeiten aber mit Sicherheit fürs nächste Jahr, bereits wieder zur Verfügung gestellt hat.

Der Sieg in beiden Klassen war äusserst knapp. Sowohl Anja Samer mit Glæsir in der Kategorie der Reiter als auch Celine Dyntar und Rómeó in der Führzügelklasse siegten mit dem kleinstmöglichen Vorsprung von nur einem halben Punkt. Während bei den Reitern die Plätze zwei und drei klar verteilt waren, ging es in der Führzügelklasse erneut äusserst knapp zu. Da Punktegleichstand herrschte, musst in diesem Fall die Zeit entscheiden. Kurz nach dem letzten Ritt fand schliesslich noch die Rangverkündigung statt, und danach liessen wir den Tag bei gemütlichem Zusammensein ausklingen.

Danke an alle Teilnehmer für euer motiviertes Mitwirken und natürlich ein extra grosses Dankeschön an Andrea und Beat für das zur Verfügung stellen der Infrastruktur. Wir freuen uns jetzt schon wieder aufs Böschi Gymkhana 2021.

11. Juni 2020


Pfingstritt

Am Pfingstmontag herrschte für einmal schon morgens um 7.00 Uhr reges Treiben im Stall. Fünf motivierte Reiterinnen wollten das schöne Wetter und die noch angenehmen Temperaturen für einen ausgiebigen Ritt nutzen und packten daher schon früh fleissig ihre Satteltaschen.

Unsere Route führte uns von Meierskappel nach Haltikon, wo wir dann ca. 1 ½ h später auch schon eintrafen und gleich herzlich mit Kaffee oder Sirup für die Reiter und Gras für die Pferde empfangen wurden. Danke Priska Arnold und Familie für die Gastfreundschaft.

Frisch gestärkt wechselten wir dann von der geplanten Etappe zur Freestylevariante und erkundeten den nahegelegenen Wald frei nach dem Motto «der Weg ist das Ziel». Beim Teich im «Wagemoos», den wir tatsächlich irgendwie angepeilt haben, machten wir schliesslich Mittagsrast. Die Pferde wurden abgesattelt und durften weiden, während wir unsere Satteltaschen plünderten und uns reichlich verpflegten.

Dann traten wir auch schon langsam wieder den Rückzug an. Auf wunderschönen Wald- und Wiesenwegen ging es zurück nach Haltikon und weiter nach Meierskappel, wo wir nach 6 anstrengenden Stunden ankamen und nur noch schnell einen kurzen Abstecher zum See machen wollten.

Aus ein bisschen «Füsse baden» wurde schliesslich wildes Geplansche, bis auch das letzte übriggebliebene Sandwich in den Satteltaschen nass war. Danach nahmen wir die letzten paar Meter zurück zum Stall unter die Hufe zwar nass bis auf die Unterhose aber äusserst gut gelaunt.

Danke allen beteiligten Reiterinnen für den schönen Tag und wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.

01. Juni 2020


Fondueritt

Am 28.2. fand wieder einmal der traditionelle Fondueritt statt. Mehr aus Mangel an Terminen haben wir uns doch tatsächlich für den winterlichsten Tag der bisherigen Saison entschieden. Überzog am Morgen noch eine feine Schneedecke die Landschaft, wich diese am Abend zwar bereits wieder dem Regen, nichts desto trotz war das Wetter aber in jedem Fall fonduetauglich.

Aufgrund des angesagten Strumtiefs Bianca war bis zum Start um 18.45 Uhr nicht klar, ob der Ritt überhaupt stattfinden konnte. Überraschenderweise starteten wir dann in der Dämmerung sogar bei trockenen und windstillen Verhältnissen. Gegen Ende der Runde frischte der Wind allerdings schlagartig auf und alle atmeten ein erstes Mal durch, als wir schon kurz darauf den Wald hinter uns lassen konnten.

Kaum waren die 7 Reiterinnen schliesslich zurück auf dem Hof, legte Bianca so richtig los. Dies tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch, und so wurde anschliessend in lauschigem Ambiente gut gegessen, angeregt diskutiert und ausgelassen gefeiert. Danke der Hofherrin für die Gastfreundschaft und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

28. Februar 2020


1. Böschi-Gymkhana

Anfangs nur als Schönwetterprogrammpunkt geplant, konnten wir es vor lauter Motivation dann doch nicht lassen und kündigten voller Eifer am Pfingstmontag das erste Böschi-Gymkhana an. Das Wetter war zwar eher unsicher, dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Früh morgens huschten die fleissigen Organisatoren bereits über den Hof um alles Nötige bereit zu machen, so dass um 10 Uhr die obligate Parcoursbesichtigung stattfinden konnte. 11 Reiter davon 3 in der Führzügelklasse mussten sich an 8 verschiedenen Posten messen und ihre Geschicklichkeit und vorallem die Unerschrockenheit ihrer Pferde unter Beweis stellen. Die Reiterpaare mussten als Startzeichen eine Glocke läuten sich dann durch ein Petflaschenfeld zum Zielwurf kämpfen und anschliessend beim Glücksspiel ein paar Punkte ergattern. Nach ordentlichem Wäsche aufhängen gings über einen Slalom in den Zirkel wo den Teilnehmern beim Wassertragen und rückwärts reiten nochmals alles abverlangt wurde. Schlussendlich musste noch die entsprechende Ente aus dem Teich gefischt und abgeliefert werden um schliesslich die Zeit zu stoppen, welche allerdings nur bei Punktegleichstand relevant war.

Schien morgens noch die Sonne, mussten wir unseren Grillplausch am Mittag bereits unters Dach verschieben und die Reiterpaare am Nachmittag hatten dann zusätzlich noch mit erschwerten Wetterbedingungen zu kämpfen.

Während in der Führzügelklasse das Siegerpaar Celine und Olafur mit klarem Vorsprung den 1. Platz einheimste, konnten Rómeó und Priska in der Erwachsenenklasse mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung den Sieg ergattern. Direkt dahinter entschied mit Punktegleichstand die Zeit und so belegten mit einem rasend schnellen Durchgang Annja und Ardur den zweiten Platz vor Annina und Glaesir.

10. Juni 2019


Turnier Osterfingen

Das Team Böschi beschreitet neue Wege

Vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 fand das WM-Qualiturnier in Osterfingen statt und einige mutige Böschis schnupperten erstmals Turnierluft.

Wir reisten aufgeregt und voller Begeisterung am Mittwochabend an und schlugen unser Lager für die kommenden Tage auf. Nur schon das Gefühl mit Wohnmobil und Zelt unmittelbar neben unseren Pferden zu campieren war die lange Reise mehr als wert.

Am Donnerstagmorgen in aller Früh musste Andrea bereits als erste im T8 antreten. War das Wetter zu dieser Tageszeit noch neblig und kühl, zeigte es sich schon bald von seiner besten Seite. Schnell war klar, dass sich in Osterfingen alles trifft, was Rang und Namen hat, was uns Anfänger natürlich entsprechen blass aussehen liess. Nichts desto trotz haben Andrea und Sprettur ordentlich abgeliefert. Als nächste musste sich dann Annina der T8 Prüfung in der Kategorie Kinder stellen. Anninas Grinsen nach zu Urteilen hatte sie zwar weit mehr Spass als Glaesir trotzdem hat er sich wahnsinnig angestrengt der Menge zu gefallen.

Nach der Mittagspause waren dann die Viergangprüfungen angesagt. Andrea musste gleich nochmal in die Hosen steigen und auch Anja und Glaesir und Priska und Rómeó versuchten ihr Glück. Bei strahlendem Sonnenschein durften wir die Menge mit unserem Einsatz beglücken und den einen oder anderen verdienten Wertungspunkt einsacken. Von Finalen wollen wir hier natürlich nicht sprechen, aber ich für meinen Teil war mit unseren persönlichen Leistungen absolut zufrieden.

Am Freitagmorgen fanden dann für uns nicht Finalisten bereits die letzten Prüfungen statt. Romeo und Glaesir durften sich im T7 präsentieren und unsere extra angereisten Liebsten begeistern. Als Abschluss unserer Turnierpremiere ging es schliesslich am Freitagnachmittag noch auf einen wohlverdienten Ausritt um die gegend rund um das Truniergelände etwas zu erkunden. Abschliessend gabs einiges zu lachen beim Biertölt, bevor wir den Abend bei kitschigem Sonnenuntergang und Pizza im Camp ausklingen liessen.

Am Samstagmorgen durfte dann das gesamte kleine Starterfeld der Kategorie Kinder den Viergangfinal reiten, und Annina hat uns alle mit ihrer Gelassenheit nochmals wahnsinnig stolz gemacht. Tja und dann war das Abenteuer Osterfingen für uns auch schon vorbei und wir machten uns mit vielen unvergesslichen Eindrücken auf den Heimweg .

30. Mai bis 1. Juni 2019


SwissMót

Die Veranstaltung für Freizeitreiter

Während wir uns an Patrouillenritten und sonstigen Plauschveranstaltungen oft mit den Grossen messen müssen, ist das SwissMót Islandpferden vorbehalten. Nur wer mit Isi anreist, darf mitmischen. Das liess sich das Team Böschi natürlich nicht zweimal sagen und stellte 4 Teilnehmer. Andrea und Sprettur, Annina und Glaesir, Angi und Olafur und Priska und Rómeó stellten sich der Herausforderung.

Am SwissMót treten Reiter in Einzel- und Gruppenwettkämpfen für ihr Team an, und das jeweils beste Resultat innerhalb des Teams fliesst in die Teamwertung ein. Während mit dem T8 und dem Dreigang eher klassische Prüfungen geritten wurden, stellte das Fahnenrennen, die Reise nach Island und die Stafette Reiter und Pferd vor ganz andere Herausforderungen.

Den Anfang machte die jüngste Teilnehmerin unseres Teams. Annina und Glaesir stellten sich dem Fahnenrennen bei welchem die Reiterin zuerst ihr Geschick im Sackhüpfen unter Beweis stellen musste und dann möglichst schnell bestimmte Fahnen über eine vorgegebene Route von A nach B zu transportieren hatte. Glaesir folgte seiner Herrin auf dem Fusse obwohl ihm wohl nicht ganz klar war, warum sie vor ihm her hüpfte anstatt sich drauf zu setzen, aber er tat gehorsam wie ihm geheissen. Als nächstes versuchten sich Andrea und Priska in den T8 und Dreigangprüfungen, wobei Rómeó überraschend starke Nerven zeigte und seine Reiterin geradewegs in beiden Prüfungen in den Final katapultierte. Bei der Stafette mussten dann alle Teammitglieder gleichzeitig ans Werk. Sie bestand aus vier Aufgabenteilen wovon jedes Teammitglied einen übernahm. Den Anfang machten Angi und Olafur, welche ein Tor öffnen mussten und ihren Tölt auf dem Finostrip zum besten gaben. Danach bewältigte Priska mit Rómeó vom Boden aus das eine oder andere Hindernis vorbei an einem lebensgrossen Löwen bevor sie mit dem Steckenpferd noch eine Runde um Rómeó drehen musste, welcher allerdings lieber seinem „Artgenossen“ hinterher gerannt wäre, als nur dumm rum zu stehen. Als nächstes stellte Andrea ihr können im Handpferdereiten unter Beweis. Leider musste sie das für diese Aufgabe geeignetere Pferd an die Hand nehmen, weil Annina im nächsten Teil auf Glaesir steigen musste und so war die Sache schlussendlich kniffliger als angenommen. Den Schluss machte Annina, welche blind reiten und dabei angeführt von Andrea noch einige Herausforderungen zu bewältigen hatte. Immerhin konnten wir den Parcours in der vorgegebenen Zeit so gut wie zu Ende reiten, so dass auch wirklich jeder aus unserem Team an die Reihe kam. Den Abschluss der regulären Prüfungen übernahm dann Angi mit Olafur. Die Prüfung nannte sich „Reise nach Island“. Die Reiterpaare mussten während die Musik spielte im Kreis herum gehen und sobald diese verstummte, abspringen und einen Platz auf einer in der Halle liegenden Decke ergattern. Wer keine dieser Decken bekam, schied aus. Auch Olafur schien sich zu fragen, warum seine Reiterin ständig absprang und wie von der Tarantel gestochen ihn hinterherziehend davon rannte, aber auch er hinterfragte die Angelegenheit nicht weiter und trottete ihr wacker hinterher, bis dann irgendwo im Mittelfeld nur Trotten nicht mehr reichte.

Zum Abschluss folgte das Finale im T8 und jenes im Dreigang, welches dann allerdings als zusätzliche Herausforderung zum Viergang wurde. Mussten wegen Priska und Rómeó nun alle Böschis bis zur Rangverkündigung ausharren, denn die Teamwertung allein wäre dies nicht wert gewesen, wurden sie wenigstens mit dem 4. Rang im Drei- bzw. Viergang und zur Überraschung aller mit dem Sieg im T8 belohnt. So konnten wir am späteren Nachmittag wenigstens hoch erhobenen Hauptes das Feld räumen und uns auf den Heimweg machen.

20. Oktober 2018


Pfingstritt

Sechs Pferde,  fünf Frauen, ein Abenteuer – unterwegs im Zürcher Weinland

Dem schlechten Wetter zum Trotz haben sich mit Andrea Dilger, Franziska Haener, Cornelia Annen, Ramona Niederberger und Priska Purtschert fünf reitfreudige Frauen über Pfingsten aufgemacht ins Zürcher Weinland um ein paar erholsame Tage im Sattel zu verbringen. Hatte es am Samstagmorgen noch wie aus Kübeln gegossen, beruhigte sich das Wetter fast auf wundersame Weise genau in dem Moment als es los ging und so konnten wir trockenen Fusses die letzten Vorbereitungen treffen, die Pferde verladen und uns auf Richtung Oberneunforn im Kanton Thurgau machen.

Dort wurden wir fünf herzlich von Barbara Goetz einer alten Bekannten Andreas in Empfang genommen. Bei ihr konnten wir die nächsten drei Tage unsere Isis auf die Weide stellen und gute Tipps für unsere grösseren und kleineren Ausritte einholen. Andrea unsere, nennen wir es mal, Organisatorin ist in Oberneunforn aufgewachsen und hatte sich trotz jahrelangem Fernbleiben einige Touren in Erinnerung gerufen, war allerdings überhaupt nicht traurig, als sich Barbara kurzerhand nach acht Jahren Reitabstinenz dazu entschloss uns zumindest bei den beiden kurzen Ritten zu begleiten. Und so wurden aus den 5 Freunden zwischenzeitlich sogar sechs. Als hätten wir das geplant, konnten wir so unser Packpferd zum Reitpferd umfunktionieren, und Barbara führte uns als hätte sie die letzten acht Jahre nichts anderes gemacht durchs Zürcher Weinland.

Fielen beim ersten Ritt, vorbei an diversen Seen und durch dichte Wälder, verfolgt vom unerschrockenen Begleithund Martini, anfangs noch einige Tropfen, erholte sich das Wetter in der Folge immer mehr und so konnten wir bereits am ersten Tag 2 ½ h Genussreiten verzeichnen mit diversen ausgiebigen Töltpassagen und Möglichkeiten, dass einem schon fast die Tränen kamen. Dabei war dies erst der Anfang, wie sich bereits bald herausstellen sollte.

Nach getaner Arbeit und ausgiebigem BBQ bei leider wieder feucht aber dennoch fröhlichen Bedingungen haben wir uns dann in einem B&B in Burghof bei Ossingen , nur einige Kilometer von Oberneunforn entfernt einquartiert. Dort wurden wir von Herrn Flachsmann und seiner Gattin mit viel Leidenschaft und nie um ein Wort verlegen bewirtet. Ein Betthupferl aus dem Hause Egloff, einem bekannten Weingut der Gegend gehörte natürlich zum Programm und nach dem kurzen Spaziergang von Egloffs nach Hause, fielen wir müde aber sehr zufrieden in unsere Betten.

Punkt 8.00 Uhr standen dann alle wieder auf der Matte, denn das Frühstück zu so früher Stunde war dann doch verpflichtend, wollte Herr Flachsmann seine Gattin doch nicht umsonst an einem heiligen Sonntag so früh aus den Federn scheuchen. Nach herrlicher Verköstigung und herzlicher Verabschiedung, ging’s dann zurück zum Hof um unsere Isis für den Ganztagesritt zu rüsten. Pferde putzen, satteln, Packpferd beladen und los konnte es gehen, diesmal allerdings nur zu fünft.

Wir ritten bei kühlem aber recht sonnigem Wetter durch die umliegenden Weinberge mit Ziel Kartause Ittingen, einem früheren Kloster das im 12. Jahrhundert von einer Burg in ein Kloster umgewandelt wurde und heute das Ittinger Museum beherbergt. Eine herrliche Anlage mit Teich, Kirche, Laden, Restaurant und am allerbesten Anbindevorrichtungen für unsere Pferde, so dass wir genüsslich und mit Blick auf sechs wunderschöne Isländer unser Mittagessen geniessen konnten. Zurück ritten wir dann entlang der Thur, die dieser Tage enorm viel Wasser führte, so dass wir uns zwischenzeitlich fast etwas wie Katastrophentouristen statt wie Wanderreiter vorkamen. Nach diversen Pausen und Töltstrecken so weit das Auge reichte, beendeten wir nach gut  7 ½ h unseren zweiten Ritt und quartieren uns im Schloss Schwandegg in Waltalingen für unsere nächste Nacht ein.

Zum Abschluss verköstigten wir uns in einem Restaurant in Stein am Rhein bevor wir uns bei abendlicher Stimmung und begleitet von einem wunderbaren Sonnenuntergang noch auf zum Rheinfall machten. Die Überraschung des Tages wartete allerdings erst bei unserer Rückkehr auf uns, als wir bemerkten, dass man uns versehentlich aus dem Schloss ausgesperrt hatte. Nach diversen geistreichen und weniger geistreichen Versuchen uns bemerkbar zu machen, wurden wir dann doch noch reingelassen und mussten die Nacht nicht wie befürchtet zu fünft im Auto verbringen.

Unseren Ausflug beendeten wir am Montag mit einem letzten ca. 2 stündigen Ritt, bei sehr kühlen aber eigentlich idealen Temperaturen, und dann hiess es auch schon wieder einpacken und den Weg nach Hause in Angriff nehmen. Wetterprognose hin  oder her, diese Tage haben wir alle sehr genossen und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die Gastfreundschaft bedanken. Das Zürcher Weinland können wir allen Reitern nur wärmstens empfehlen, wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal da.

14. bis 16. Mail 2016