Böschi-Gymkhana
In diesem Jahr fand unser hofeigenes Gymkhana bereits zum 6. Mal statt. Die Mission war klar: An sechs Posten möglichst viele Punkte erarbeiten. Es waren reiterliches Geschick und Wissen gefragt aber vor allem willige und motivierte Pferde. Nach fünf Jahren „Böschi-Gymkhana created by Anja & Priska“ haben die beiden das Zepter im diesem Jahr erstmals an die jüngere Generation übergeben und Annina und Lara haben diese Aufgabe bravourös gemeistert. Sie standen ihren Vorgängerinnen in nichts nach und haben eine grossartige Veranstaltung mit abwechslungsreichen Posten und neu sogar einem Sponsor auf die Beine gestellt. Die 20-Pferd/Reiterpaare wurden ganz schön herausgefordert. Sie mussten mit Besen und Ball einen Slalom bestreiten, danach war die Zielsicherheit des Reiters gefragt und nach dem das Pferd rückwärts einparkiert werden musste, stand schliesslich das reiterliche Wissen im Zentrum. Schnelle Beine und anatomische Kenntnisse waren hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Der Wassertransport in einer schnelleren Gangart durfte natürlich auch nicht fehlen und das Kleider-Aufhängen an Hufeisen stellte sich schliesslich als viel grössere Challenge heraus als angenommen. Zum Schluss noch durch den Flattervorhang und fertig war der Spassparcours. Bei Punktegleichstand war wie schon so oft die Schätzfrage das Zünglein an der Waage. Unterbrochen wurde das Ganze nur durch ein gemeinsames Mittagessen, bevor es dann für die Nachmittagstruppe pünktlich nach Zeitplan wieder in den Sattel ging.
Erfreulicherweise wurde nach 2-jähriger Pause auch die Führzügelklasse zurück ins Leben gerufen und die drei Antretenden waren mit Feuereifer dabei. Herzliche Gratulation an Johanna mit Snælda, die den Sieg vor ihrem Bruder Robin ebenfalls mit Snælda und Liana mit Borg einstreichen konnte. Bei den Grossen waren wie in den letzten Jahren die Namen Glæsir frá Reykjavík und Rómeó ganz vorne mit dabei. Die beiden abgebrühten alten Hasen können wohl jeweils lediglich durch ihre Reiterinnen aufgehalten werden. Drum war die Freude in diesem Jahr umso grösser, konnte Sól ihnen das Wasser reichen. Wir gratulieren daher Melanie und Sól herzlich zum verdienten 1. Platz und Anja und Glæsir gefolgt von Priska und Rómeó zur Vervollständigung des Podiums. Besonders zu erwähnen sind noch unsere drei Gaststarterinnen, die es sich nicht nehmen liessen die Böschitruppe etwas aufzumischen. Danke Anja, Julia und Evi, dass ihr so tatkräftig mitgemacht habt. Zum Schluss geht natürlich der grösste Dank an unsere beiden neuen Organisatorinnen Lara und Annina, die diese ehrenvolle Aufgabe heldenhaft gemeistert haben. Wir hoffen natürlich, dass wir nun die nächsten 20 Jahre auf euch zählen können. Und neben Felix Bühler der als Sponsor aufgetreten ist und ebenfalls einen grossen Dank verdient hat, möchte ich natürlich auch noch Andrea danken, ohne die das Ganze erst gar nicht möglich wäre. Es war ein ganz toller Anlass bei absolutem Traumwetter mit sehr harmonischen Pferd/Reiterpaaren. Danke an alle, dass ihr dabei wart.
27. Oktober 2024
Kinder-Pony-Weekend (Herbstweekend)
Pünktlich um 9.00 Uhr standen unsere 12 Teilnehmerinnen in voller Reitermontur auf dem Hof. Nach der obligaten Vorstellungsrunde starteten wir dann auch gleich mit den geplanten Aufgaben. Wie immer gab es drei Programmpunkte abzuarbeiten. Alle durften einmal auf dem Platz an der Longe zeigen, wie es um ihren Mut und ihr Gleichgewicht steht, dann ging es auf den kurzen Spazierritt rund ums Böschi und natürlich stand auch noch etwas Arbeit an, denn wer reiten will, sollte auch die vielen Aufgaben rund ums Pferd bewältigen können. Also hiess es: Stall, Weiden oder Strassen abmisten und auch die Pferde wollten ausgiebig geputzt werden. Ganz erfreulich gilt es hier zu erwähnen, dass wir überaus fleissige Reiterinnen hatten und noch viel schöner, dass sich schlussendlich alle getraut haben auch in der schnelleren Gangart Trab zu reiten. Was anfangs bei einigen noch Schweisshände und Unbehagen auslöste, wurde schlussendlich zum Hochgenuss. Denn was gibt es Schöneres als über seinen eigenen Schatten zu springen.
Unterbrochen wurde der ganze Spass dann zwischenzeitlich durch das Mittagessen, welches aus Hamburger und Pommes bestand und bei unseren Teilnehmerinnen durchwegs auf Begeisterung stiess. Danke an dieser Stelle dem Grillmeister, der sich für uns gefühlt zum 100. Mal hinter den Grill stellte. Nachdem schliesslich alle drei Programmpunkte abgearbeitet waren, machten Pferd wie Reiter erst mal eine Zvieripause und dann stand wohl das absolute Highlight des Wochenendes auf dem Programm – der Badespass hoch zu Ross. Was eigentlich meist im Sommerweekend stattfindet und heuer dem Regen zum Opfer fiel, konnte dank den warmen Temperaturen nun im Herbst umgesetzt werden.
Unsere sechs besten Seepferdchen Sol, Glæsir, Sprettur, Rúdolf, Snælda und Rómeó bekamen jeweils zwei Reiterinnen zugeteilt, welche dann ohne Sattel zum See reiten durften. Alleine schon ohne nichts auf einem Pferd zu sitzen und sich lediglich an der wallenden Mähne festzuhalten, war für viele bereits ein Höhepunkt, doch sich am See dann schliesslich mit einem Pferd in die Fluten zu stürzen, toppte dann wohl alles. Nachdem beide Reiterinnen nacheinander in den Genuss eines Bades gekommen waren, wurden die Pferde schleunigst wieder ins Trockene gebracht und unsere Mädels gönnten sich noch eine Abkühlung ohne die Vierbeiner.
Zurück im Stall schälten sich erst mal alle aus den nassen Sachen und dann vertrieben sich unsere Teilnehmerinnen noch ein wenig die Zeit mit diversen Spielen bis schliesslich das Abendessen folgte. Danach mussten natürlich auch noch die Pferde versorgt werden, bevor sich schliesslich alle, müde aber zufrieden, ins Strohlager begaben.
Eigentlich sollte es eine ruhige Nacht bei angenehmen Temperaturen werden, aber es kam überraschend ganz anders. Denn im Strohlager hatten sich fiese Mitbewohner eingenistet und die surrenden Biester liessen schlicht weg keinen Schlaf zu. Entweder stachen sie wild drauf los oder sie machten einen mit ihrer blossen Anwesenheit wahnsinnig. Und so kam es, dass mitten in der Nacht alle ins Wohnhaus verfrachtet wurden, um bei zwar eher beengten Platzverhältnissen doch noch etwas Schlaf zu bekommen.
Am Morgen konnten sich die Frühaufsteher dann erneut im Stall nützlich machen und spätestens um 8.00 Uhr waren alle wieder auf den Beinen und genehmigten sich ein ausgiebiges Frühstück, denn wer reiten will, der sollte auch genügend Energie tanken.
Nach dem Essen wurden erst wieder fleissig alle Pferde geputzt, bevor es dann auf den grossen Chiemenritt ging. Das Wetter war nicht mehr ganz so prachtvoll wie am Tag zuvor, aber für Pferd und Reiter genau richtig. Im Chiemen wurde geritten, geführt und geplaudert, so dass der Ritt eigentlich viel zu schnell vorüber war und zurück im Stall bereits wieder das Mittagessen auf uns wartete. Am Nachmittag begann es dann zu regnen, aber da nun nur noch Putzzeug sortieren, Lederwaren putzen und das Strohlager aufräumen auf dem Zettel stand, spielte das überhaupt keine Rolle.
Tja und kaum losgelegt, war das Weekend auch schon wieder vorbei. Es war wieder eine ganz tolle Truppe motivierter Reiterinnen am Start und wir würden uns freuen die eine oder andere beim nächsten Mal wieder zu sehen und auch die fleissigen Helfer haben sich mal wieder richtig ins Zeug gelegt. Ein riesengrosses Danke schön an dieser Stelle.
7./8. September 2024
Kinder-Pony-Weekend (Sommerweekend)
Angesagt war Huddelwetter, doch als wir uns um 9.00 Uhr zum Start trafen, drückte sogar die Sonne ein wenig durch, und da es ja bekanntlich nicht regnet, wenn sich mindestens einer die Mühe macht Regenhosen anzuziehen, waren wir doch ein ganz kleines bisschen hoffnungsvoller gestimmt. So starteten wir also tatsächlich trocken in die diversen Aufgaben. Ziel vom Donnerstag war es wie immer, dass alle zweimal in den Sattel steigen können. Zum einen ging es auf einen Spazierritt ums Böschi mit Abstecher zum See und zum anderen konnten unsere Mädels auf dem Platz an der Longe unter Beweis stellen, wie es so um ihr Gleichgewicht hoch zu Ross steht. Die Aufgaben wurden alle samt bravourös gemeistert. Die grösste Herausforderung allerdings lag wohl eher darin im richtigen Moment das richtige anzuziehen. Denn es kam nicht selten vor, dass einige aufs Pferd stiegen und sogleich wieder absteigen mussten, um die Regenhose zu montieren, weil es just in dem Moment zu tropfen anfing. Andersherum war es aber auch nicht viel besser, denn es kam ebenfalls vor, wenn auch eher selten, dass Mädchen in voller Montur aufs Pferd stiegen und dann die Sonne durchblitze. Dann wurde es auf einen Schlag richtig warm und man konnte gefühlt vor lauter Dampf, der aus den Regenkleidern aufstieg, die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Aber auch diese Herausforderung haben unsere Mädels ohne jegliches Gejammer gemeistert.
Wer nicht gerade auf dem Pferd hockte, sass natürlich nicht nur auf der faulen Haut herum, denn auf einem Pferdehof mit 16 Besucherinnen gibt es immer eine Menge zu tun. Es mussten die Ställe aber auch die Weiden und die Strassen abgemistet werden, im zum Essraum umfunktionierten Schafstall wurden die Tische gedeckt und auch ein wenig Theorie zum Körperbau des Pferdes und den Bahnfiguren, die auf einem Reitplatz so geritten werden, stand auf dem Programm. Unterbrochen wurde das ganze nur durch Znüni, Zmittag , Zvieri und die gelegentlichen sintflutartigen Regenfälle. Wenn sich die Schleusen mal wieder richtig öffneten und wir nicht gerade irgendwo weit weg unterwegs waren, zogen wir es vor für einen Moment ins Trockene zu gehen. Das Gute – das Wetter wechselte Schlag auf Schlag, so schnell es richtig nass wurde, so zackig war es auch wieder für einen Moment trocken. Nachdem alle ihre Reiteinsätze geleistet hatten, wurde noch fleissig 15/14 gespielt oder die Mädels wurden grad selbst zu Pferden und haben sich auf dem Reitplatz noch einmal richtig verausgabt. Dann stand natürlich noch das Znacht auf dem Programm, denn so viel körperliche Betätigung bei solchem Wetter macht so richtig hungrig und schliesslich zogen sich unsere Reiterinnen in ihre warmen Schlafsäcke im Strohlager zurück.
Am Freitag regnete es dann eigentlich nur noch einmal, nämlich vom Aufstehen bis zum Einschlafen. Aber natürlich hielt uns auch das nicht davon ab, erneut in den Sattel zu steigen. Vor dem Frühstück durften die Frühaufsteher helfen beide Ställe auszumisten und danach teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe sattelte die Pferde und startete zu einem ausgiebigen Ausritt, die anderen zogen sich ins warme Reiterstübchen zurück, um ein schönes Andenken aus Hufeisen zu basteln. Das Schwimmen hoch zu Ross und auch das gemütliche Grillieren mit den Pferden auf der Weide fiel leider dem Regen zum Opfer, zwar wurde gegrillt aber halt eben nur auf dem Hof, so dass wir wenigstens im Trockenen essen konnten. Erstaunlicherweise beschwerten sich unsere 16 Teilnehmerinnen mit keiner Silbe, sie machten aus dem Wetter das beste und waren stets top motiviert. Danke euch allen, so hat es sogar bei diesem Sauwetter richtig Spass gemacht. Und zum Schluss an dieser Stelle natürlich wiedermal ein riiiiiiiiesiges Dankeschön an alle Helfer ohne die, so etwas gar nicht erst möglich wäre.
30./31. Mai 2024
Kinder-Pony-Weekend (Frühlingsweekend)
Lange ist’s schon wieder her seit dem Herbstweekend und nach dem letzten überraschenden Wintereinbruch hätte wohl niemand damit gerechnet, dass das diesjährige Frühlingsweekend bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne gehen würde.
Die 11 Teilnehmerinnen gingen vom ersten Moment an mit Feuereifer ans Werk. Nach einem kurzen Kennenlernen und dem Verabschieden der Eltern, hiess es auch schon Pferde putzen und bereit machen. Wie immer durften am Samstag alle zweimal in den Sattel steigen. Zum einen ging es auf einen gemütlichen Spazierritt rund ums Böschi mit dem obligaten Abstecher zum See und zum anderen konnten unsere Mädels an der Longe auch mal in einer schnelleren Gangart zeigen, wie es um ihr Gleichgewicht hoch zu Ross so steht. Nicht überraschend haben dies alle mit Bravour gemeistert. Unterbrochen wurde der ganze Spass lediglich durch das Mittagessen, doch wer reiten will, muss ja bekanntlich auch mal wieder etwas Energie tanken.
Am Nachmittag gings dann in die nächste Runde, bis schliesslich alle zweimal das Vergnügen hatten. Bevor unsere Pferde dann auf die Weide entlassen wurden, stand noch ein kurzer Theorieblock auf dem Programm und wie lernt man die Anatomie des Pferdes am besten? Natürlich gleich am lebenden Objekt. Wie gut unsere Teilnehmerinnen zugehört haben, würde sich dann spätestens am Sonntag beim grossen «Böschi Spass» zeigen.
Nach dem ganzen Nachmittagstrubel gabs erst mal ein Zvieri und dann durften alle fleissigen Reiterinnen noch Zäume und Sättel putzen und fetten, damit am Sonntag für den Patrouillenritt auch alles in neuem Glanz erstrahlt. Nach getaner Arbeit wurden erst die zweibeinigen und dann die vierbeinigen Protagonisten gefüttert und dann stand eigentlich nur noch Misten, Spielen und Schlafen auf dem Programm.
Die Nacht war überraschend ruhig und viel weniger kalt als erwartet und drum standen am Morgen um 8.00 Uhr auch die meisten ausgeschlafen und gut gelaunt wieder auf der Matte. Nach dem Frühstück wurden unsere Reiterinnen in sogenannte Patrouillen eingeteilt. In diesen 3er-Gruppen bewältigten sie dann den «Böschi Spass», bei welchem sie auf einem ca. einstündigen Ritt 6 verschiedene Posten bewältigen mussten. Es wurden Wissensfragen zur Anatomie, den Gangarten und den Bahnfiguren gestellt, Geschicklichkeit beim Transport von Pingpongbällen war gefragt und auch im Sackhüpfen mussten sich unsere Reiterinnen beweisen. Das Zünglein an der Waage war dann wohl der Posten «Mühle», denn dort konnten sich die Teams den grössten Vorsprung herausarbeiten.
Danach gabs erst mal ein leckeres Mittagessen vom Grill und dann gings auch schon wieder ans Aufräumen und Entrümpeln des Strohlagers. Da auch unsere Vierbeiner gerne gemütlich liegen und die Mädels noch immer übermotiviert waren, nutzten wir sogleich die Gunst der Stunde und bereiteten auch den Ponys mit einer gehörigen Portion Sand eine gemütliche Liegefläche, welche schon genutzt wurde, während wir noch mitten in der Arbeit steckten.
Das Spielen kam natürlich auch am Nachmittag nicht zu kurz und während dem Zvieri stand dann als letzter Tagespunkt noch die Rangverkündigung des Patrouillenrittes auf dem Programm. Gratulation an dieser Stelle den «Einhörnern» zu ihrem sensationellen Sieg und allen anderen möchte ich ebenfalls ein Kränzchen winden, denn alle Gruppen waren sehr motiviert und konzentriert bei der Sache.
Kurz vor 16.00 Uhr trudelten dann langsam die Eltern ein und schweren Herzens mussten sich dann auch die letzten Pferdefans von den Ponys verabschieden. Wir danken allen Teilnehmern fürs Kommen, ihr wart eine ganz tolle Truppe und ein riesiges Dankeschön geht wie immer an alle Helfer, ohne die so ein Weekend gar nicht möglich wäre.
27./28. April 2024
